Leseproben

Cover Simsaladschinn - das Mädchen aus der gelben Tasche
Flaschengeistmädchen Amanda hat keine Lust, dummdusselige Menschenwünsche zu erfüllen. Doch dann wird ihr bester Freund  und Lehrer Muffid entführt und nur der Menschenjunge Jonas kann ihr helfen, ihn zu befreien. Sie schlägt ihm vor, dass sie ihm seine Wünsche erfüllt, aber nur, wenn er ihr im Gegenzug auch einen Wunsch erfüllt. Blöd nur, dass Amanda durch ein Missgeschick ihre Magie verliert. Ob sie Muffid dennoch retten können?

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Meerschwein gehabt
Tessa und Tim: Meerschwein gehabt
Tessa sitzt in der Patsche. So richtig tief. Sie hat aus Versehen Meerschwein Pepper "verloren". Und seine Kumpeline Bel fühlt sich nun ganz einsam. Für Tessa ist klar - sie muss:
1. Pepper schnellstens wiederfinden,
2. Bel Gesellschaft verschaffen, damit sie nicht vor Einsamkeit krank wird und
3. die ganze Sache unbedingt vor ihrer Familie und Meerschweinbesitzerin Frau Zicklinski verheimlichen, damit sie keinen Ärger bekommt.
Sie hat auch schon einen genialen Plan, wie ihr das ganz sicher gelingen wird. Dazu braucht sie nur Haarfärbemittel, eine Schlammtorte und ein anderes Meerschwein. Tessas Plan hat allerdings so seine Tücken und bringt sie in die haarsträubendsten Situationen ...

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Detective Invisible – Kommissar Unsichtbar

In diesem deutsch-englischen Kinderkrimi geht es um Josy, die dem ehemaligen Meister- nun eher Geisterdetektiv Jonathan Smartypants, hilft, einen gestohlenen Rubin zu finden. Denn erst wenn er sein Versprechen gehalten und auch diesen letzten Fall gelöst hat, kann Jonathan in den ewigen Ruhestand treten. Leider ist Jonathan als Geist nicht mehr ganz so geschickt wie zu Lebzeiten und bleibt immer wieder in Türen, Schränken und Schubladen stecken. Außerdem kann er keine Gegenstände bewegen, die schwerer als ein Muffin sind, daher braucht er unbedingt Unterstützung. Josy ist die Erste, die ihn sehen kann, und natürlich will sie ihm bei der Suche helfen. Dabei geraten sie und ihr Freund Jared jedoch in große Gefahr …

Der Erzähltext ist in Deutsch, die Dialoge sind in Englisch verfasst. Vokabellisten auf jeder Seite sorgen für ein schnelles Verständnis. So kann man beim Lesen ganz nebenbei auch noch seine Englischkenntnisse üben und vertiefen. Die Geschichte ist für Kinder ab 10 Jahren geeignet. Hier geht's zur Leseprobe

Detective Invisible

Corinna Wieja: „Detective Invisible – Kommissar Unsichtbar“
Illustrationen von Jörg Hartmann
erschienen im Langenscheidt Verlag im September 2012
120 Seiten, 6,99 Euro
ISBN: 978-3-468-20892-8

Waschbärenwäsche

Wanda Waschbär wäscht für ihr Leben gerne. Alle Tiere des Waldes kommen zu ihr, wenn sie ihr Fell gründlich gereinigt haben wollen. Auch heute stehen die Waldbewohner Schlange vor Wanda Waschbärs Waschsalon am Flussufer.
Eichhörnchen, Fuchs, Wildschwein und Dachs geben Wanda ihr Fell zum Waschen, damit es schön sauber ist, wenn sie es bis zum nächsten Frühjahr wegpacken und in ihr Winterfell schlüpfen.
„Danke“, sagt Wanda. „Heute Mittag könnt ihr die Felle wieder abholen.“
Kaum sind die Tiere fort, macht sich Wanda eifrig ans Waschen. Alle Felle wäscht sie blitzeblank. Da stehen Dachs, Fuchs, Wildschwein und Eichhörnchen auch schon wieder vor ihr. Wanda gibt ihnen ihre Felle zurück. Aber ach, was ist das?
„Das ist ja viel zu groß“, sagt das Eichhörnchen.
„Das ist ja viel zu klein“, sagt der Fuchs.
„Hast du etwa meinen schönen weißen Streifen rausgewaschen? Das Fell ist ja ganz schwarz!“, grummelt der Dachs.
„Iiih, in meinem herrlich dunklen Fell sind große weiße Flecken drin“, grunzt das Wildschwein.
„Ach herrjeh!“, sagt Wanda. „Das ist mir noch nie passiert.“
Angelockt vom Lärm kommt Reh Regina angelaufen. „Was ist denn hier los? Feiert ihr ein Kostümfest?“, fragt sie.
„Wir feiern doch kein Kostümfest!“, erwidert der Dachs.
„Wieso Kostümfest?“, fragt das Eichhörnchen.
„Na, weil ihr eure Felle untereinander ausgetauscht habt. Das Eichhörnchen trägt das Fell vom Fuchs und der Fuchs hat den Pelz vom Eichhörnchen über die Pfote gestreift. Der Dacks steckt im Wildschweinfell und das Wildschwein hat den Dachspelz an.“
„Ach so!“, ruft Wanda erleichtert aus. „Dann sind mir nach dem Waschen bloß die Felle durcheinandergekommen.“
Rasch tauschen die Tiere die Felle untereinander wieder aus.
„Prima! Jetzt passt es perfekt“, rufen Eichhörnchen und Fuchs gleichzeitig.
„Da ist er ja, mein weißer Streifen“, freut sich der Dachs.
„Juchhu, mein Fell ist fleckenlos schwarz, gerade richtig, um im Matsch zu wühlen“, ruft das Wildschwein.
„Ja, und danach kannst du mir dein Fell gleich wieder zum waschen bringen“, lacht Wanda, froh darüber, dass nun alle wieder zufrieden sind.


erschienen in „365 Gute-Nacht-Geschichten“
© 2008 Helmut Lingen Verlag GmbH & Co. KG

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Zauberer Minimax braucht Urlaub

„Urks, arks, iih.“ Ein fingergroßes Männchen mit langem Bart und blauglänzender Sternenmütze krabbelte unter Sonjas Bett hervor und sprang auf ihre Bettdecke.
„Unter deinem Bett könntest du ruhig einmal Staub wischen“, sagte das Männchen, während es sich den Ärmel seines bodenlangen Mantels abklopfte.
Sonja schüttelte verwundert den Kopf. War sie etwa schon eingeschlafen und träumte? Neugierig zog sie das Männchen am Bart.
„Au, was soll das? Da kommt man, um jemandem einen schönen Traum zu bescheren und zum Dank wird man am Bart gezogen. Feine Manieren hast du!“, schimpfte es.
„Du bist also tatsächlich echt“, meinte Sonja. „Wer bist du denn?“
„Ich bin der Zauberer Minimax“, sagte der Zwerg. „Ich schenke Kindern Urlaubsträume. Von was willst du träumen?“
Sonja erinnerte sich, wie schön die Ferien am Meer gewesen waren. Der gelbe Sand, die blauen Wellen. Davon würde sie gerne träumen. „Ich wünsche mir einen Traum vom Urlaub am Meer“, sagte sie.
Minimax rückte die Sternenmütze zurecht und sprach: „Eins-zwei-drei Ferienzauberei. Mixmax!“ Kaum hatte er den Zauberstab geschwungen, saß Sonja als kleiner brauner Teddybär vor ihm.
„He!“, rief Sonja. „Ich sagte Urlaub am Meer, nicht Urlaub als Bär!“
Minimax puhlte sich mit dem Finger im Ohr. „Entschuldigung, ich habe wohl Staub in den Ohren. Also, wie war das nun?“
Sonja dachte, dass Minimax wohl nicht wusste, was ein Meer ist. Also sagte sie: „Ich wünsche mir einen Traum vom Urlaubsbad an der See.“
Minimax schwang den Zauberstab und – schwupps – saß Sonja in einer riesigen Tasse Hagebuttentee.
„Wieder verkehrt“, sagte Sonja und schaute Minimax mitleidig an.
„Aber du wolltest doch ein Bad in einer Tasse mit kaltem Tee!“, rief Minimax.
„Nein“, erwiderte Sonja. „Tee trinke ich lieber.“
„Ich brauche wohl selber Urlaub“, seufzte Minimax.
„Vielleicht musst du dir auch nur die Ohren waschen“, meinte Sonja grinsend. „Kannst du mir jetzt meinen Urlaubstraum vom Meer zaubern, bitte?“
Minimax schaute sie an, schwang den Zauberstab und kurz darauf war Sonja eingeschlafen. Ob sie wohl diesmal vom Meer träumt?


erschienen in „365 Gute-Nacht-Geschichten“
© 2008 Helmut Lingen Verlag GmbH & Co. KG

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Das Picknick

Die Sonne lachte strahlend vom Himmel. Zufrieden schaute sich Max auf der Wiese um. „Da drüben unter dem Baum ist ein guter Platz“, sagte er zu seiner Freundin Sabine. „Ja“, antwortete Sabine. „Ich hätte jetzt große Lust auf ein Stück Erdbeerkuchen.“ „Dann lass uns picknicken“, sagte Max munter.
Einige Schritte von ihnen entfernt spielte eine Familie Fußball. Vater, Mutter und zwei Kinder. Doch Max kümmerte sich nicht darum und ließ sich auf der Decke nieder. Sabine machte es sich neben ihm bequem. „Es gibt leckeren Erdbeerkuchen und Kekse haben wir hier auch!“, sagte Max.
Sabine biss herzhaft in ein Stück Kuchen. „Hm, lecker! So ein Picknick ist doch wirklich mal was ganz anderes.“ „Ja, nicht wahr?“, antwortete Max und knabberte an einem Keks. Da hörte er plötzlich eine Stimme.
„Ich hole mir mal was zu trinken“, rief der Junge, der eben noch Fußball gespielt hatte, und rannte direkt auf Max und Sabine zu. Jetzt griff er nach der Wasserflasche, die auf der Decke vor den beiden stand. Sabine wurde ganz flatterig und rutschte aufgeregt hin und her. „Ganz ruhig“, flüsterte Max. „Es wird schon nichts passieren. Er ist gleich wieder weg.“ Und um Sabine zu zeigen, dass sie keine Angst haben müsse, biss er herzhaft in den Erdbeerkuchen.
„Ih, eine Wespe! Da auf dem Erdbeerkuchen“, schrie der Junge und schlug wild um sich. Der Schlag traf Max völlig unvorbereitet. Torkelnd flog er ins Gras. Sabine schaffte es gerade noch, Max hochzureißen, bevor der drohend über ihm schwebende Schuh ihn unter sich begrub.
„Sabine, du hast mir das Leben gerettet!“, rief Max. „Hattest du denn gar keine Angst vor dem Mini-Menschen?“ „Schon, aber ich konnte dich doch nicht einfach von diesem Schuh platt walzen lassen. Und außerdem… Wespe, ph! Wo du doch eine solch stattliche Biene bist“, brummte Sabine. „Komm, lass uns ein Eis essen.“
Glücklich nebeneinander hersummend flogen Max und Sabine dem Eisstand entgegen.


© Corinna Wieja

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Corinna Wieja · 0049 (0) 6039 43883 · info@corinnawieja.de